URBAN STILLS

Collagen

Ingrid Rodewald

URBAN STILLS

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 08. Januar 2014 – 19 Uhr

Ausstellungsdauer

8. Januar bis 1. Februar 2014

Ausstellungsort

Neue Galerie des KVE
Hauptstr. 72, 91054 Erlangen

Begrüßung

Anna-Maria Kursawe, Geschäftsführerin des Kunstvereins Erlangen

Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 15 bis 18 Uhr
Donnerstag 15 bis 19 Uhr
Samstag 11 bis 14 Uhr
Sonntag/Feiertag, Montag geschlossen

Eintritt frei

Der Kunstverein Erlangen e.V. lädt herzlich ein zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung.

"URBAN STILLS" - Collagen von Ingrid Rodewald

Die Ausstellung „urban stills“ von Ingrid Rodewald im Kunstverein Erlangen zeigt Momentaufnahmen moderner Städte. Wie Standaufnahmen bekannter Filme, die sich in unsere Erinnerung eingeprägt haben, scheinen die Bilder vertraut, ihre Herkunft aber nur schwer zu rekonstruieren. Bei näherer Betrachtung lösen sich die Collagen in der Rasterung des Offset-Drucks auf, Risse in den Bildern weisen auf den Bruch mit der Realität hin.

Ausgangspunkt der Architekturcollagen von Ingrid Rodewald sind großformatige Werbeplakate aus Deutschland und Frankreich. Ausschnitte von Städten aus Hintergrundmotiven der Werbebilder werden gesammelt, aneinandergereiht und neu zusammengefügt, so dass Stadtbilder entstehen, deren Ursprung nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist. Werbebotschaften und menschliche Figuren werden überklebt, und neue Gebäudekomplexe konstruiert.

Der grellen Werbewelt stehen somit ruhige Stadtcollagen entgegen. Die scheinbare Stille in den Bildern Ingrid Rodewalds ist jedoch vordergründig. Die Bearbeitung hinterlässt Spuren, es bleiben Risse an der Oberfläche sichtbar, die Kraft der modernen Gebäude scheint gebrochen. So erscheinen die Collagen wie bedrohlich wirkende Fragmente des Unterbewussten und eigener Erinnerungen. Sie erscheinen vertraut und beängstigend zugleich und dienen als Projektionsfläche für eigene Stadterfahrungen.

Die Collagen zeigen die Sehnsucht nach Urbanität, die Suche nach dem eigenen Standpunkt in einer komplexen Moderne. Die scheinbare Stille der neutralen und gebrochenen Stadtbilder werfen Fragen auf die Betrachter zurück und machen die Notwendigkeit der Suche nach Identität und eigenen Standpunkten deutlich.

Die Künstlerin Ingrid Rodewald hat von 1999-2005 Freie Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert (Meisterschülerin bei Prof. Andreas Slominski). Sie lebt in Karlsruhe und Straßburg und zeigte ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland (Dubai, Mexiko, Schweiz, Spanien, Frankreich, Deutschland), ihre Werke sind in öffentlichen und privaten Kunstsammlungen im In- und Ausland vertreten.