Die Reise des Skiagraphen

Petra Ottkowski

Die Reise des Skiagraphen

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 05. März 2014 – 19 Uhr

Ausstellungsdauer

5. März bis 30. März 2014

Ausstellungsort

Neue Galerie des KVE
Hauptstr. 72, 91054 Erlangen

Begrüßung

Claudia Ubl, 2. Vorsitzende, Kunstverein Erlangen e.V.

Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 15 bis 18 Uhr
Donnerstag 15 bis 19 Uhr
Samstag 11 bis 14 Uhr
Sonntag/Feiertag, Montag geschlossen

Eintritt frei

Der Kunstverein Erlangen e.V. lädt herzlich ein zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung.


Petra Ottkowski  -  „Die Reise des Skiagraphen“

Die Reise des Schatten-forschers führt in verwun-schene Gegenden, in der geometrische Körper als Monumente im Land-
schaftsraum stehen. Petra Ottkowski (Jhg. 1967) arbeitet dabei mit Zitaten idealisierter Landschaften und historischer Architekturphantasien, die sie in einer Übersteigerung des Realen weiter ausbaut, um die Grenzen des Möglichen tiefer auszuloten. Antike Baufragmente, historische Szenerien und Ruinen tauchen als architektonische Versatzstücke auf und werden mit Lichtskulpturen kombiniert. Geheimnisvoll leuchtet ein Sterndodekaeder unter dramatischen Wolkenarchitekturen, gleißend helle Lichtwände korrespondieren mit dem behaglichen, warmen Leuchten aus winzigen Fensterchen einer Kate.

In den Arbeiten der Rink-Meisterschülerin tauchen Lichtsituationen, die man eher Innenräumen zuordnen würde, plötzlich in der Landschaft auf und kontrastieren mit opulenten Himmeln und abendlichem Licht.

Petra Ottkowskis Bilder sind häufig Untersuchungen über das Bildlicht in der Malerei und zeigen ein großes Spektrum von Lichtsituationen, vom leisen Kerzenschimmer bis hin zu prismatischen Auffächerungen von Licht- und Farbräumen. Barocke Lichtführung trifft auf puristisch-funktionale Architektur und konkret-konstruktive Malerei. In der Serie „Leuchttreppen“ untersucht die Künstlerin anhand von modularen Körpern wie dreistufigen Treppen Phänomene des Selbstleuchtens und des fluiden, mehrdeutigen Raums: Während manche Bauteile als dreidimensionale architektonische Strukturen funktionieren, verflachen sich andere zu raumlosen Silhouetten, zu ziehharmonikaförmigen, gefalteten Streifen. So spielt die Künstlerin geschickt mit der Ausdehnbarkeit von Räumen, und spannt beide Pole zwischen größtmöglicher Tiefenräumlichkeit und starker Verflachung.