Bruder Alltag, Schwester Mythe

Radierungen

Jürgen Höritzsch

Bruder Alltag, Schwester Mythe

Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 28. Mai 2014 – 19 Uhr

Ausstellungsdauer

28. Mai bis 14. Juni 2014

Ausstellungsort

Neue Galerie des KVE
Hauptstr. 72, 91054 Erlangen

Begrüßung

Gunhild Schweizer, 1. Vorsitzende, Kunstverein Erlangen e.V.

Öffnungszeiten

Dienstag, Mittwoch, Freitag 15 bis 18 Uhr
Donnerstag 15 bis 19 Uhr
Samstag 11 bis 14 Uhr
Sonntag/Feiertag, Montag geschlossen

Eintritt frei

Der Kunstverein Erlangen e.V. lädt herzlich ein zur Eröffnung und zum Besuch der Ausstellung.

Sonderöffnungszeiten

Pfingstsonntag/-montag jeweils geöffnet von 11 bis 14 Uhr
Pfingstdienstag geschlossen!

www.juergen-hoeritzsch.de


Bruder Alltag, Schwester Mythe
Radierungen von Jürgen Höritzsch

Jürgen Höritzsch ist nicht nur Maler, sondern auch ein herausragender Grafiker. Gerade heute, wo Freiheit und erzwungene Novität in der Kunst handwerkliches Können zur Sekundärtugend degradieren, sind handwerklich perfekte Druckgrafiken fast schon Rarität. Wohl nirgends aber zeigt sich das schöpferische Potential eines Künstlers deutlicher als in der vollständigen Symbiose von Kunst und Handwerklichkeit. Schon seit Jahrzehnten experimentiert Jürgen Höritzsch im Bereich der Druckgrafik, speziell der Radierung, mit Forschergeist.

Dieser Künstler genießt den Umgang mit dem Material seiner Kunst. Seine Radierungen repräsentieren einen komplexen Werkprozess von erstaunlicher Souveränität. Zugleich gebraucht Jürgen Höritzsch diese Technik so selbstverständlich, ja, spielerisch, dass letztlich für den Betrachter Fragen der Herstellung nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern auch zweitrangig geworden sind.

Mit Recht genießt Jürgen Höritzsch also den Ruf eines ausgewiesenen Radierers, zieht er doch alle Register der Technik und experimentiert nicht nur während der Bearbeitung der Platte, sondern auch noch während des Drucks. Dass er diesen selbst besorgt, versteht sich (speziell im Hinblick auf die Farbgrafiken) von selbst. So entwickelt dieser Künstler aus dem Wechselspiel von künstlerischer Konzeption und technischer Variation, Planung und Spiel seine Ausdrucksmittel, die immer mehr sichtbar machen als nur ein Motiv.

< Mit Genehmigung der Autorin: Aus einer Rede der Kunsthistorikerin Brigitta Milde (Kunstsammlungen Chemnitz) anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung von Jürgen Höritzsch im Gellert-Museum Hainichen 2008. >